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Stille Botschaften am stillen Örtchen – Raucherappell

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Das Platzieren von bedeutenden Botschaften, Denkanstößen oder auch Parolen bekommt in unserer Reizüberflutungsgesellschaft eine entscheidende Rolle. Bunte Werbetafeln, Monitore, Blinkschriftzüge strapazieren die menschlichen Sinnsynapsen. Doch es gibt nach wie vor einen Ort im öffentlichen Raum, an dem der Mensch für sich ist, an dem er an sich ist, oder vielleicht auch nach Hegel an und für sich ist: das stille Örtchen.

Die Universität gilt ja als Schmiede der geistige Elite von Morgen. Doch bei einer Sache unterscheidet die sich nicht von den übrigen Schichten oder gesellschaftlichen Gruppen: Dem Bedürfnis sich zu erleichtern, ja, sich erleichtern zu müssen. Der Ruf der Natur ist dem Menschen so immanent wie sein Bedürfnis sich mitzuteilen. Etwas Ausscheiden sowohl verbal, wie auch….nun ja….vice versa.

Das öffentliche Klo ist der beste Ort, um sein Anliegen kundzutun. Es ist eine Oase der Ruhe. Hier ist man in sich gekehrt und meist nur mit sich selbst beschäftigt. Bücher und Zeitschriften werden allenfalls auf der heimischen Toilette gelesen. Schließlich kann die Ruhephase durch das Eintreffen eines Nachzüglers unterbrochen werden oder die Schlange der Wartenden ist bereits sehr lang. Die Zeitspanne des Verweilens auf öffentlichen Toiletten ist begrenzt. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Botschaften, die in Toiletten angebracht werden: Sie müssen prägnant sein, leicht entziffern und vielleicht auch zielgruppengerecht.

Ich mache mich nun auf die Suche nach diesen stillen Botschaften am stillen Örtchen. Im Fokus stehen dabei die Toiletten an der Universität Duisburg-Essen. Eine besondere Uni mit zwei Keramikstandorten.

Folgendes entdeckte ich in einer abgelegenen Toilette im Gebäudekomplex R12, ein Gebäude mit hohem Anteil an Geisteswissenschaftlern.

Sicherlich eine etwas polemische Aussage, die ich vor 11 Wochen selber nur müde belächelt hätte. 😉

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