Gudde Laune

Pand-ASTI-sche Ansichten

Kopfkino unterm Kissen

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Träumen ist ja schon eine feine Sache. Ich bin froh, dass ich träumen kann. Ich weiß von meinem Vater, dass er sich an seine Träume nicht erinnert und dann immer sagt, er träume gar nicht. Nein, träumen wird er schon, aber er weiß es hinterher einfach nicht mehr.

Ich träume gerne und im Grunde deute ich das als gutes Zeichen, dass ich mich an Träume erinnere. Ich hatte nämlich auch mal eine Phase, da wusste ich am nächsten Morgen gar nichts mehr davon. Da war Schlaf einfach nur eine notwendige, körperliche Angelegenheit. Die Augen gingen zu, sie gingen wieder auf. Von diesen herrlichen Kopfbildern keine Spur.

Aber irgendwie nimmt das mit dem Träumen auch sonderbare Züge an. Ich träume heftig. Manchmal so heftig, dass ich das was ich da im Traum erlebe auch echt nachempfinde. So passiert es dann schon mal, dass ich wirklich weine, wenn ich im Traum weine. Oder es ist auch schon vorgekommen, dass ich am nächsten Morgen genau andersherum im Bett lag. Also Kopf dort wo eigentlich Füße und umgekehrt.

Manchmal träum ich auch tagsüber. Ja, ich bin Tagträumerin. Ob im Bus oder in der Bahn. Ich träume. Und zwar Fortsetzungsträume. Ich hab das schon als Kind gemacht. Hab mir Geschichten ausgedacht, mir die dann abends im Bett vorgestellt und dann geträumt. Am nächsten Abend wieder das gleiche Spiel. Manchmal hab ich mir ein paar Dinge anders vorgestellt oder es lief ein bisschen weiter. Dieses Prinzip: Setting entwerfen und dann träumen funktioniert bis heute. Vielleicht ist es kein echtes träumen, denn am Anfang findet das meiste ja in dieser Einschlafphase statt. Also, wenn man irgendwie noch bei Verstand ist. Und es ist ja auch nicht so, dass ich nur diesen einen einzigen Traum habe. Manchmal wach ich auf und erinnere mich auch noch an andere Dinge, Bilder, Geschichten.

Das sind auch keine besonders anspruchsvollen Geschichten. Nee, ganz bestimmt nicht. Ich würde sie ansiedeln bei einem überdurchschnittlichen Seifenopern-Niveau. Meist gehts um Liebe, Liebschaften mit ganz viel Drama. Erst letzte Nacht gings wieder um so ne emotionale Traumfahrt. Liebe, Beziehung unter schwierigen Ausgangsbedingungen mit ganz viel Herzschmerz. Das Paar rauft sich aber zusammen und begibt sich auf einen netten Kurztrip in Richtung Südeuropa. Ein Kind wird gezeugt (also das vermuten die beiden, weil Frau nie lange die Pille genommen hat. Und wenn die dann einmal weggelassen wird, dann kann das ja sofort passieren. LOL) Auf jeden unmittelbar darauffolgender Heiratsantrag. Wieder zurück. Hochzeit. Kind kommt. Mann erst mal beruflich weg. Kind wird krank. Kind stirbt. Krise! Frau wieder schwanger. Frau bekommt Mops (also geschenkt!) Frau bekommt Zwillinge. Herrlich.

Der Leser stellt sich jetzt vermutlich die Frage: Träumt die Bloggerin denn immer über sich selber? Ist Asti selbst die Protagonistin? Ja, Asti ist immer die Protagonistin. Ich hatte schon so viele Kinder in meinem Träumen. Und Möpse erst. Die Freudianer unter meinen Lesern haben natürlich schon längst ihre Schlüsse gezogen. So unterschwellig sind meine Traumbotschaften ja nun auch nicht. Was ich mir wünsche ist klar. Leider tragen diese Träume nun auch nicht dazu bei, dass ich da irgendwie mal von loskomme. Und zwar so, dass ich diesen Zielen vielleicht in der Realität ein bisschen näher komme. Also, damit mein ich jetzt die ganzen echten Rahmenbedingungen, die bei mir derzeit ein wenig verkorkst sind. Träume schön und gut, aber wahrscheinlich ist das meine Art von Eskapismus. Mein nettes Kopfkino ist so ausgeprägt und verhindert entsprechendes Echtzeithandeln, oder so. Aber komplett missen möchte ich nicht.

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