Gudde Laune

Pand-ASTI-sche Ansichten

Tempo 30 Zone wegen spielender Kinder

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30 werden! Werd ich dieses Jahr noch nicht. Dafür bleibt noch ein klein bisschen Zeit. Um genau zu sein 1 Jahr, 1 Monat und 1 Woche. (Ach Du meine Güte, diese Zahlenkombination fällt mir grad beim Schreiben erst auf.) OK, rechnet man in Wochen ist das wohl etwas anders? Dann wären das 1 Jahr und 5 Wochen? Also, gerechnet sind es ja vom 8. bis zum 15. insgesamt 7 Tage= 1 Woche. Verwirrt! Egal.
Ich fand das schon früher immer unglaublich, dieses Alter mal zu erreichen. :) Aber ich hab mir nie großartig Gedanken darum gemacht. Es waren dann eher so Dinge wie: die Haut ist nicht mehr so fest, die Haare werden dünner und die Falten tun sich auf. Typisches Denken über den Beginn des körperlichen Zerfalls. Nun hat das Thema aber doch eher eine größere Tragweite bekommen.
Heute Abend feiern 2 Freunde ihren 30. Geburtstag. Ein rauschendes Fest sogar im guten, alten AStA-Keller, in dem wir schon gaaanz früher öfters feierten. Da rattert es bei der Asti im Kopf. Ich hab früher immer gedacht: mit 26 bin ich verheiratet, mit 27 hab ich mindestens schon 1 Kind. Ja, das schaff ich ja gar nicht mehr in den 20ern Mama zu werden. Um die Selbstniedermachung weiter voranzutreiben: Ich hab ja noch gar nichts erreicht. Ich hab die besten Jahre eigentlich immer in einem traurigen, schwierigen Zustand verbracht. Wobei das jetzt wieder sehr dramatisch und sehr schlimm klingt. Am Blick zurück soll man sich ja auch nicht so dran aufhängen. Also, ein Blick nach vorn. Und da fehlt sowas von die Perspektive! Ich kann ja noch nicht mal sagen, was nächsten Monat definitiv sein wird. Ja, das können die wenigstens. Aber es gibt ja gewisse Grundkonstanten im Leben, die einfach da sind und an denen man erkennen kann, was wie eventuell laufen wird… denke ich. Bei mir gibts 2 oder 3 Dinge. Natürlich gibts einen sicheren Rahmen, aber der ist jetzt auch nicht so gesund.
Ist vielleicht ja auch wieder nur so ne Ideal-Vorstellung, dass es sowas geben
müsste. Auf jeden Fall steuer ich grad wieder absolut in die Katastrophe. Ich kenne einige die sagen:“Einfach mal machen!“ Ich mag den Satz nicht. Warum? Da fehlt die Perspektive. Besser wäre: Ich möchte machen bzw. Ich könnte machen. Aber auch nicht: Ich muss machen. Ich kann es ausprobieren, ich kann es sein lassen, ich kann nach vorne gehen, ich kann bleiben, ich kann links gucken, ich kann nach rechts gucken, ich kann auch nach hinten gucken. Ich habe die Wahl, was ich machen könnte. Nur entscheiden muss ich mich irgendwann. Das einzige „Muss“ was es für mich gibt? Ob die Entscheidung dann gut oder nicht so gut für mich ist, dass sehe ich dann erst bei der Rückbetrachtung. Oh ja, das ist toll, ich kann man wieder ganz wieder herrlich die Dinge zerdenken. Das strengt mich dann so dermaßen an, dass ich nach dem Denken überhaupt nicht mehr motiviert bin irgendwas zu machen. Also, doch einfach mal machen? Ohne Denken? Ich weiß ja nicht, aber ich kann meinen Kopf fast nie ausschalten. Vielleicht sollte ich mal dieses T H C ausprobieren, oder mich eine Woche irgendwo in die Berge zurückziehen (wobei dann bitte Berge in der Nähe, dann kann ich dahin radeln oder mit der Bahn fahren).
Ehrlich gesagt, bin ich wohl einfach nur faul und bequem. Ich hab hier mein Schneckenhaus. Das macht mich nicht zu 100 Prozent glücklich, aber auch nicht sooo bekümmert, dass ich es einfach verlasse. Ich bin ganz schön ekelhaft. Andere machen sich Gedanken um die Welt. Ich bin im Moment nur bei mir, aber auch nicht konsequent. Ich eier mal wieder ganz schön rum. Ich weiß gar nicht, wo mein Platz ist in der großen, weiten Welt. Da kann ich wohl noch soviel denken wie ich will.

2 Kommentare

  1. richtig erkannt, denke ich. Du bist schlicht zu bequem. das sind aber alle anderen auch. wenn Du etwas gegen Deinen inneren Schweinehund ausrichten möchtest, dann empfehle ich Dir Literatur zum Thema „Kognitive Dissonanzreduktion“ (Rubrik Sozialpsychologie).

    vielleicht solltest Du nicht nur bloggen, sondern auch mal ein Wiki benutzen oder eine MindMap oder gar Graphitstift und Papier …

  2. Warum soll ich denn ein Wiki benutzen? Ein Lebens-Wiki? Und da schreiben dann alle fleißig ihre Sachen rein, die ich machen soll und muss?

    Kognitive Irgendwas hab ich grad mal gegoogelt. Das wirds wohl sein. (Unter anderem)

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