Hand, Handeln, Handlung!?

Ich kann Dir meine Hände reichen,
Nein, nicht beide, leider nur eine.
Die andere brauch ich selber noch.
Sehr oft um mich dann selber irgendwo festzuhalten.
Manchmal um sie freizuhalten, um frei zu bleiben.
Oder zumindest um ein Gefühl davon zu haben.

Fast nie sind beide Hände frei.
Manchmal greif ich nach hinten.
Umständlich, verrenkt greif ich nach Dingen, die schon gar nicht mehr in Reichweite sind.
Trotzdem bekomme ich irgendwie noch irgendeinen Fetzen von ihnen zu fassen.

Manchmal streck ich meine Hand ganz schnell aus.
Wenn jemand wankt, strauchelt oder schon längst am Boden liegt.
Oft helf ich Menschen auf, auch denen, die viel lieber liegenbleiben wollen.
Oder auch denen, die noch nicht aufstehen können.

Ich dräng mich auf, ich bestehe darauf.
Ich kann helfen.
Verdammt, nochmal! Ich muss Dir helfen!

Doch dabei helf ich gar nicht wirklich.
Ich brauch den Gefallenen, den Abgestürzten, den Liegenden viel mehr, als er mich.
Ob es ihm passt oder nicht!
Ich kenne doch die ganzen schlauen Weisheiten.
Ich habe schon viele aufgenommen, regelrecht verschlungen.

Doch leider treffe ich oft nicht das richtige Maß.
Ich bin oft so voll davon, dass es mir den Magen verstopft.
Ich werde träge, lethargisch, unbeweglich.
Also, ruhig bleiben, liegenbleiben.
Ich merk es an den Händen.

Wie ist das mit meinen Händen?

Manchmal ist keine Hand frei für nichts und niemanden.
Manchmal sind beide Hände ganz für mich.
Sie umfassen das jeweilige andere Handgelenk.
Sie behindern sich, sie verhindern sich.
Sie können nichts halten, greifen, anpacken.
Ich merke nur, sie sind da.
Ich bin da. Aber auch nicht wirklich.
So bleibe ich.
.
.
.
Bis der nächste kommt, der strauchelt, wankt und fällt.
Im Fall streck ich meine Hand aus und greife zu.
Ich zieh mich nach oben.
So stehe ich.
Eine Hand den anderen und mich selber stützend.
Die andere ausgestreckt und frei.

Da bin ich wieder!

Handeln ist bewusstes und gezieltes Verhalten, Arbeiten und Gestalten.
Trugbilder malen kann ich ja so gut!


9 Responses to “Hand, Handeln, Handlung!?”

  • Yennefa Says:

    Wech mit dat Helfer-Syndrom! Erstmal schön Glitzerscheiße anne Hände stecken und dann elegant damit das Haar aus dem Gesicht streichen! THAT’s what hands are for! :3

  • DasAsti Says:

    hahahaha..mit diesem sehr starken Bild starte ich recht gut gelaunt in den Morgen.
    Meine Hände habe heute schon den Kaffee gemacht, eine Tasse gespült, eine Tasse gefüllt, am Kopf gekratzt, die Augen gerieben, das Radio von gestern Abend ausgemacht.
    Das ist ja auch schon mal ganz schön viel. Gleich geh ich ins Bad, da mach ich noch mit denen.

  • DasAsti Says:

    Ja, da mach ich mit denen noch andere Sachen wollte ich schreiben.

    Auf jeden Fall ist die tolle Laune jetzt aber schon wieder vorbei.

    Warum hab ich eigentlich kein Avatar???

  • DasAsti Says:

    GELB!!!!

  • Yennefa Says:

    Yeah, baby! Was hast du denn für tolle (?) Sachen mit den Händen im Bad gemacht, dass die tolle Laune auf einmal flöten gegangen war? Ur doin it wrong!! :D

    Der Avatar ist cool!!

  • DasAsti Says:

    Was ich denn da fürn Quatsch heute morgen geschrieben? Dabei hab ich doch gute 8 Std. geschlafen. Nun ja, im Bad hat soweit alles geklappt. Es sind diese verflixxten Umstände um mich herum.

  • Summervögeli Says:

    ja das mit den Händen im Bad, da scheinst Du wirklich was falsch gemacht zu haben. aber vielleicht denken wir auch in ‘ne falsche Richtung.

    get a grip. management (= die Sache in die Hand nehmen (ital.)). ich verstehe, dass es Dir nun wieder besser geht. das freut mich.

    das freut mich.

  • DasAsti Says:

    WARUM GEHTS MIR DENN NUN BESSER????

Leave a Reply