Daß sie einen aus der Fabrik tragen, weil er zuviel gearbeitet hat, das habe ich noch nicht erlebt. (Zitat vom ehemaligen dt. Topmanager der Automarke mit dem Stern…ähm, ja)
Wer jetzt denkt, was zitiert die denn da? Nun ja, in unseren Breitenkreisen mag das Zitat vielleicht auch zutreffen. Aber auch da gibt es (leider Gottes) bestimmt die eine oder andere Ausnahmen. Ich möchte mir auch nicht anmaßen und behaupten, dass meine Büroarbeit jetzt sooooooo strapazierend sei. Aber ich fand das Zitat interessant, besonders den Zitatgeber.^^
Also, Asti dachte sich gestern:” Ach, heute bleib ich mal was länger im Kellerbüro. Hab viele Aufgaben. Dann kann ich morgen etwas früher gehen und hab trotzdem mein Stundenkonto gut gefüllt.”
Nun ist das so eine Sache mit der Theorie und der anschließenden Praxis. Denn die Aufgaben von gestern wurden heute um ein paar weitere ergänzt. Texte schreiben, Content pflegen, User anmelden, Text der Anreizregulierungsverordnung für Netzbetreiber durchlesen, recherchieren usw. Den gestrigen 10 Stunden schlossen sich heute weitere 10 Stunden an. Und irgendwann saßen die beiden Werkstudis einsam im Keller, der Regen plätscherte gegen die Scheibe und der Magen knurrte. Statt Kantine gab es Leckereien von Deutschlands führender Bäckerei, die dem gehört, dessen Tochter am WE Brautjunger bei Bobbeles Hochzeit war.
Alles halb so wild, wenn am Wochenende nicht das Seminar “Moderation/Aircheck” bei Chrisopf Flach (Ex-1Live) und Judith Ebert (immer mal wieder 1Live) in Düsseldorf stattfand. Das bedeutete nämlich 6 Uhr aufstehen, 8 Uhr losfahren – gesagt bekommen, man klinge zu erotisch und flüsternd für ein Politikformat.
Ja, ich weiß, ich bin blutiger Anfänger. Aber erotisch hat mir noch keiner gesagt. Ohgottogott! Ein guter Tipp, der noch kam: ich solle das sprechen genießen. Wer mich kennt und so einiges weiß, der weiß auch, dass das natürlich ein absoluter Brüller ist! ![]()
Nun denn, gestern und heute dann der Büro-Marathon. Da wünsche ich mir dann nichts weiter, dass ich recht zügig mit den Bahn zurück nach Duisburg komme. Also losgespurtet zum Essener HBF! Treppe hoch-Treppe runter-Treppe hoch-Gleis 1. Blick auf die Anzeigentafel: Zug hat 40 min Verspätung! Treppe runter-Treppe hoch. Mit der Bummel-SBahn fahren. Das is natürlich super. Der Essener HBF versucht noch auf die Schnelle ein hübsches Gewand zu bekommen, damit er einer Kulturhaupstadt würdig ist. Das bedeutet: Seiteneingänge benutzen, zum Gleis rennen und hoffen der Zug kommt auch. Zentrale Anzeigetafeln sucht man vergebens. Kein Wunder: gibt ja auch keine Bahnhofshalle. Dafür Baustellen und Absperrungen. Herrlich, wie die Pendler wuseln. Davon gibt es auch nach 19 Uhr noch viele. Vom Schaffen sterb ich nicht, aber dafür 3 Millionen Nervenzellen wegen chronischer Ärgerei über die Bahn, das CMS, den Drucker u.ä. Aber das ist ja “nur” der normale alltägliche Wahnsinn. Ich sach euch..
