Schlechte Zeiten für Emos
Freitag, März 28th, 2008Ich lerne grad für meine Politikprüfung im April. Thema ist Friedens- und Konfliktforschung. Bei meiner täglichen Ablenkung von Lernen durch Surfen im Internet bin ich auf einen interessanten Konflikt gestoßen, der dann doch wieder den Kreis zu meiner Prüfungsvorbereitung geschlossen hat.
Zentrale Konfliktparteien sind keine Ethnien oder Rebellengruppen, sondern Jugendkulturen.
In Südamerika haben Heavy Metal-, Skate Punk- und Rock-Fans Jagd auf Emos gemacht. Wie in Duisburg (am HBF) treffen sich auch dort regelmäßig die Emos an bestimmten Plätzen. Am 7. März wurde ein solches Treffen inQuerétano (Mexiko) aber recht unschön aufgelöst. Rund 1000 Emo-Gegner jagten Emos durch die Straßen. Dabei wurden 4 Jugendliche verletzt und insgesamt 28 Jugendliche verhaftet. Aber auch in Chile ist es bereits zu solchen Gewaltaktionen gegen diePokEMOs gekommen (so werden Emos in Chile bezeichnet)
Ich belächel ja auch meist die Emos, die vor Burger King rumgammeln. Viele bezeichnen sich selbst als Emos, weil sie meinen, durch schwarze Kleidung, Totenköpfe, Kirschen und Chucks wird man sowas. Und wenn man dann im Bus hinter ihnen sitzt, hören sie über ihre mobilen Musikanlangen Pop-Scheiße wie z.B. Nelly Furtado. Auf der anderen Seite find ich aber auch die Verallgemeinerung ziemlich unpassend. Denn viele vermeintliche “Emos” distanzieren sich selber schon von dem Titel und wollen damit nix am Hut haben. Total unlustig und bedenklich find ich aber, dass es in Südamerika Internetseiten gibt, auf denen zu Gewalt gegen “Emos” aufgerufen wird, da sie homosexuell seien.
Tieferliegende Ursachen hinter den Gewaltakten dürften aber wohl die sozialen Probleme südamerikanischer Jugendlicher sein. Da wird schnell nach einem Ventil gesucht, um Frust zu entladen.


Pop-Scheiße wie Nelly Furtado… Nanana!
Nelly Furtado macht gute Musik!
Echt? Macht sie das? Naja, Gott sei Dank lässt sich über Geschmack streiten. Wat is denn gut: die alten Sachen von ihr oder die neuen? Ich fand Timberland eigentlich immer ganz gut, bis er anfing für Hinz und Kunz zu produzieren. Jetzt klingt soviel gleich.