Gudde Laune

Pand-ASTI-sche Ansichten

Porno mit Niveau?

| Keine Kommentare

Der gelbe Mann brachte mir heute das Jungsheft. Ein Magazin „ohne harte Interaktion! Dafür mit interessanten Themen, nackten Jungs und mit Latte!“ (Ich zitiere nur). Kurzum: Nackedeis, Themen über selbige und ein wenig Popkultur. Ausgedacht haben sich das (natürlich) zwei Mädels.

Frau von heute möchte nicht nur plump nackte Männer präsentiert bekommen, sondern diese hübsch umrahmt von Themen, die bewegen. Frau würde ja niemals zugeben, sich mit sowas, und mit nur sowas, zu beschäftigen. Und da es schon etwas länger das Giddyheft gibt (für Männer) nun also das weibliche Pendant. In beiden Heften sind es übrigens das Mädel bzw. der Junge von nebenan, die sich nackt fotografieren lassen. Und auf der Homepage gibt es auch den Hinweis, dass man Fotos von sich selbst schicken kann, und es dann vielleicht ins Heft schafft. (Nur mal so nebenbei)

Fangen wir mal an. Heft aus dem Umschlag rausgeholt und gleich die erste Enttäuschung: nur DIN A5 Größe! Ob man äh….Frau dann alles sieht?

Mal schnell das Vorwort überflogen:

  • Interview mit Promi-Masseuse Dr. Dot
  • Fotoreportage zum Thema Männer voltigieren
  • exklusiver Dildo- Test (na, logo)
  • Betrachtung des Klischees Dumm fickt gut
  • Aufarbeitung des Phänomens Groupietum

Voller Stolz wird dann das „rosafarbene Schwanzposter zur Wanddekoration in der Heftmitte“ angekündigt. Letzteres hat mein infantiles Gemüt sofort aktiviert und ich blättere danach… mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmh… Vielleicht werde ich es ausmalen. Hier übrigens der Blog des Künstlers (*hust*).

Ich blättere das Heft durch, bin aufmerksam beim lesen und beim schauen. Und da hapert es auch schon. Die nackten Jungs sind mir zu normal. Sind teilweise recht ansehnlich, aber der reine Anblick fremder, nackter Genitalien hat für mich sowieso keinen großen Reiz. Und dann die Fotos: Blauer Feinripp mit Eingriff auf Omas brauner Couch mit Schafsfell.

Die Interviews mit der Promi-Masseuse und International Pony sind kurzweilig ganz amüsant, ebenso die „Ode an Jarvis Cocker“ (wohl ein Namenspate des Heftes). Befremdlich finde ich den Artikel „Nachwichsen“, in dem erklärt wird, warum Jungs nach dem Coitus noch mal … müsssen. Richtig überflüssig ist der Beitrag „Do it yourself- Rock aus altem Sweater“. Die Autorin fordert dazu auf, sich einen alten Sweater vom Flohmarkt zu besorgen und dann der spärlichen 3-Schritt Anleitung folgen. Und was das ganze mit Porno zu tun haben soll, entzieht sich ebenfalls meiner Kenntnis.

Alles in allem ist das Heft eine nette Idee, die sicherlich noch um einiges ausbaufähig ist. Bis jetzt ist es direkt auf der Homepage bestellbar (Preis 6 €) und in einigen Läden (Köln, Dortmund, Berlin etc) erhältlich.

Zum giggeln und für Gudde Laune reicht es beim nächste Mädelsabend auf jeden Fall.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.